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Und das sagen zufriedene Kunden über ihre Angeltour auf Rügen



Oliver Levold und Vater



Oliver Levold und Vater mit Dorschen Hallo Frank,

Urlaub nun leider vorbei, aber noch gut in Erinnerung. Wird er auch noch lange bleiben! Der Dank dafür gebührt allein Dir, Rügen und den Fischen.

Hier mein Bericht:

Wenn der Sohne mit dem Vater. April 2008: der Resturlaub muss dringend weg, aber die bessere Hälfte kann leider nicht - was liegt da näher, als einen "Männerurlaub" zu machen und dem Herrn Papa das Rentnerleben ein wenig aufzulockern. Tantchens "Datsche" ist auch frei, also auf nach Rügen!

Und da dies ein echter und erfolgreicher Angelurlaub werden sollte, benötigten wir ein wenig Unterstützung. Also im Netz ein bisschen rum gestöbert, Kontoauszug kritisch beäugt und sich dann für Frank entschieden.

Am Telefon die Termine vorgecheckt und geklärt, was sich denn so lohnen könnte. Die Entscheidung fiel dann auf eine Dorschtour. Sonntag 20:00 Uhr Anruf bei Frank - Windstärke 5 in Böen 6 aus Nordost - ja! Wir fahren raus.

Montagmorgen. Frohen Mutes fahren wir nach Schaprode. Die Sonne lacht (später wird sie brennen). Am Hafen stellt sich unser Guide Frank vor - jung, dynamisch und sehr sympathisch - alles prima! Schnell noch die Sachen verstauen, wasserfest einpacken, Sonnencreme aufschmieren und los geht die Fahrt. Bei dem Wellengang glich das zwar mehr einer Stunde "Bullriding" - also nix für frische Bandscheiben-OPs - aber wir haben es gut überstanden und fühlten uns wie Miami Vice.

Dann weit draußen zwischen Hiddensee und Rügen hieß es: Motor aus, Treibanker ins Wasser, Ruten montiert und raus mit den Pilkern.

Runterlassen - Schnuraufnehmen - Fisch! Das fängt ja gut an! Hoch mit dem Kerl: ein Dorsch von gut 45 cm hatte sich den Pilker geschnappt - das sollte dann unser "internes Schonmaß" werden. Dann ließen mein Vater und auch Frank die Pilks in die Tiefe sausen und siehe: beide hatten sofort einen Dorsch an der Angel. Da Franks Dorsch der Meinung war, er müsste erstmal noch über mein Geschirr schwimmen, mussten wir dann erstmal ein bisschen Perücken entwirren, während mein Vater mit seiner 100gr. Spinnrute schon wieder schwer am Pumpen war. Nach zähem Ringen konnte er dann ca. 1,5 Meter Dorsch an Bord hieven - allerdings aufgeteilt auf 3 Fische. Dies sollte an dem Tag nicht der einzige "Drilling" sein. So ging es dann Schlag auf Schlag. Die Drills aus 25 Meter Tiefe waren sehr intensiv. Das schöne Wetter hatte das Wasser ein wenig erwärmt und die Fische waren sehr munter an der Angel. Die Wochen zuvor waren die Dorsche nach Franks Aussagen wohl noch ein bisschen "steif".

Nach gut 2 Stunden intensiver Angelei - Frank war so mit Abködern bei meinem Vater beschäftigt, dass er kaum selbst zum Fischen kam - wurde es dann ein wenig ruhiger. Also Stullen raus und Mittag essen. Anschließend haben wir noch einmal umgesetzt und Frank fing an die Fische von Kopf und Innereien zu befreien. Pure Notwendigkeit, denn wir hatten nur 2 Eimer à 33 Kilogramm mit und der eine war schon randvoll. Bei meinem Vater und mir war es jetzt am frühen Nachmittag an den Ruten ein wenig ruhiger und die Fische waren insgesamt etwas kleiner, so dass ein Großteil vorsichtig zurück gesetzt wurde. Insgesamt waren aber am ganzen Tag nur 2 Dorsche dabei, die das Mindestmaß von 38 cm nicht erreicht hatten. Die Fische, die wir mit genommen haben, waren alle zwischen ca. 45 cm und 60 cm groß.

Etwas später am Nachmittag waren die Dorsche aus Ihrem Mittagsschläfchen erwacht und es wurde wieder lebhafter. Interessanter Weise standen nun die Beifänger im Mittelpunkt des Interesses. Frank nahm weiter aus wie ein Weltmeister und uns taten schon die Arme weh. Eine offizielle Zählung ergab zu diesem Zeitpunkt 57 Dorsche (und eine fette Flunder) im Eimer. Und obwohl eigentlich noch keine Zeit zum Aufbruch war, einigten wir uns darauf, dass 60 Dorsche ausreichen. 58, 59 dann bei mir die 60 - zu klein für einen würdigen Abschluss also zurück ins kühle Nass. Dann schien Frank das Recht auf den 60ten Fisch zuzustehen, aber der Fisch stieg aus dem Drill aus. Also auf ein Neues. 1 Minute später hatte jeder einen Fisch an der Leine und es ging nun darum, wer als erster anlandet. Und so war es mein Vater, der Nummer 60 aus dem Wasser hob. Und obwohl wir offenbar gerade über einem Schwarm standen, packten wir - wie besprochen - unsere Ruten zusammen. Nur Frank nutzte die Gunst der Stunde, um noch ein paar Minuten in Ruhe zu fischen. Und es war spaßig noch eine Zigarette zu rauchen und zu beobachten wie Frank Biss auf Biss und immer wieder Aussteiger hatte. Der krönende Abschluss war dann ein Dorsch von reichlich 65 cm, den wir als Größten des Tages kürten. Schnell noch die letzten Fische geputzt und dann ging es im wilden Ritt in den Hafen.

Das Ende vom Lied waren 65 Dorsche und eine Flunder, Sonnenbrand, starker Muskelkater und ein breites Grinsen auf den Gesichtern.

Die Jungs, die mit dem Angelkutter, der von Schaprode aus ausläuft unterwegs waren, konnten ihren Fang übrigens in ihren kleinen Rucksäcken auf dem Rücken tragen.

Daher mein Fazit: wer's sich irgendwie leisten kann, dem sei die Angelei mit Guide empfohlen. Eine gute Chance auf ein echtes Angelabenteuer, was sicher noch lange nachwirkt und kleine gedankliche Fluchten ermöglicht, wenn bei der Arbeit der Kopf mal wieder qualmt.

Und Frank kann ich auch nur empfehlen! Denn:

Frank finds fish!

In dem Sinne bis zum Sommer (Hecht?)

OLLI
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